Prinzip

Meinungsfreiheit


Kontroverse um meinen Vortrag bei der Rechtsanwaltskanzlei Mandic im November 2025

Am 21.01.2026 um 19:41 Uhr erreichte mich folgende Anfrage einer „freien Mitarbeiterin“ der Leipziger Volkszeitung und der Sächsischen Zeitung über meine dienstliche Mail-Adresse:

Betreff: Vortrag vor Rechtsextremisten

Sehr geehrter Herr Ulbricht,

für die Sächsische Zeitung und die Leipziger Volkszeitung schreibe ich einen Artikel über einen Vortrag von Ihnen. Sie sollen am 21. November 2025 auf Einladung der Rechtsanwaltskanzlei Mandic einen Vortrag mit dem Titel „Volksverhetzung und das Prinzip der Meinungsfreiheit“ in Baden-Baden gehalten haben (https://www.instagram.com/p/DRXbQipjUKn).

Dazu habe ich folgende Fragen:

    1. Können Sie dies bestätigen?
    2. Wie kam es zu dieser Einladung und dem Vortrag?
    3. Bei der Veranstaltung waren mehrere AfD-Mitglieder und Personen, die in Verfassungsschutzberichten als rechtsextrem geführt werden, anwesend, darunter Martin Kohlmann und Michael Brück. Wussten Sie um dieses Publikum und die jeweiligen Anwesenden?
    4. Stimmt es, dass Sie Mitglied der „Akademischen Jagdkorporation Hubertia Düsseldorf“ sind?
    5. Stimmt es, dass Sie bereits 2015 einen Vortrag zum Thema „Das darf man jawohl noch sagen – Strafrechtliche Grenzen der Meinungsfreiheit“ hielten, welcher von Matthias Helferich in einer internen Mail als „Burschenschaftlichen Abend“ für andere „Bundesbrüder“ beworben wurde?
    6. Stimmt es, dass Sie als Strafrichter in Dresden tätig waren? Wenn ja, von wann bis wann?
    7. Was waren und sind Ihre Berührungspunkte mit der AfD und der Jungen Alternative?
    8. Wie sehen Sie diese Einladung und den Vortrag vor diesem Publikum mit Ihrer Position als Staatsanwalt vereinbar?

Ich bitte um eine Beantwortung bis morgen, 14 Uhr. Sollte dies bis dahin nicht möglich sein, würde ich mich über eine kurze Rückmeldung freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Natalie M. [vollständiger Name liegt der Redaktion vor]
Freie Mitarbeiterin

Sachsen Medien GmbH
Peterssteinweg 19 , 04107 Leipzig

natalie.m…..@sachsen-medien.de [vollständige Adresse liegt der Redaktion vor]

LVZ.de
Saechsische.de

Registergericht: Leipzig HRB 10251
Sitz der Gesellschaft: Leipzig
Geschäftsführer: Björn Steigert, Carsten Dietmann

Informationen gem. Art. 13 DSGVO: www.madsack.de/dsgvo-info

Schnell wird klar, woher diese „freie Mitarbeiterin“ ihre Informationen bezieht: Aus den anonym bleibenden Brüdern im Geiste internationaler Terrororganisationen wie der Antifa Ost. Die Antifa Freiburg veröffentlichte bereits am 04.01.2026 einen reißerischen Artikel unter der Überschrift „Staatsanwalt coacht Hitlergrüßer“.

Kerstin Köditz, die noch 1989 im Alter von 22 Jahren der SED beitrat und danach für diese Partei – die sich lediglich zunächst in PDS und dann in Die Linke umbenannte – über 20 Jahre im Sächsischen Landtag saß, veröffentlichte am 21.01.2026 um 9:45 Uhr folgende Nachricht auf dem Portal X, die unmittelbar Bezug nahm auf die linksextremistische Antifa:

„Fortbildung für Neonazis, organisiert von Dubravko #Mandic. Ein Referent: ein Staatsanwalt aus Dresden mit vielfältigen Verbindungen, der mit einem Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung promoviert hat. #sogehtsächsisch autonome-antifa.org/breve9693“

Keine 10 Stunden später hatte Natalie M. auf Grundlage einer Recherche der Antifa ihren Fragenkatalog erarbeitet.

Da ich mich am 21.01.2026 nicht im Büro befand, hatte ich von der Anfrage gar keine Kenntnis erlangt. Frau M. erhielt eine entsprechende Abwesenheitsnotiz meines dienstlichen Mailprogramms mit dem Hinweis, dass ich vermutlich erst ab dem 26.01.2026 wieder im Dienst sei. Tatsächlich las ich erst dann die Anfrage. Noch am selben Tag um 14:20 Uhr klingelte mein Telefon, die Nummer 0341 – 2xxxxxx [vollständige Rufnummer liegt der Redaktion vor] rief mich an. Es ist Natalie M. Ich spüre das Jagdfieber in ihr. Scheinbar kann sie es kaum erwarten, mich als Wissenschaftler mit einer Pressekampagne zu „erlegen“. Dass Natalie M. auch persönlich gut ins Antifa-Milieu vernetzt ist, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Ich konnte ihren Eifer jedoch zunächst etwas bändigen und habe ihr bis zum 27.01.2026 um 14:00 Uhr eine Stellungnahme zugesagt. Wie sie wusste, lag der Vortrag bereits über 2 Monate zurück, eine „aktuelle Berichterstattung“ war fernliegend.

Um 13:11 Uhr am 27.01.2026 sendete ich folgende Stellungnahme, die Sie hier im Wortlaut nachlesen können.

Welches offensichtliche Werk des Framings die Sächsische Zeitung daraus bastelte, lesen Sie hier in einer kommentierten Fassung.