Prinzip

Meinungsfreiheit


Vita

Das Prinzip der Meinungsfreiheit durchzieht bereits mein ganzes Leben. Geboren wurde ich im grundsätzlich schönen, aber mittlerweile dank der real existierenden Verhältnisse weniger glanzvollen Plauen im sächsischen Vogtland. Plauen ist nicht nur die „Stadt der Spitze“, sondern in jüngerer Vergangenheit vor allem das Symbol freier Meinungsäußerung und der friedlichen Revolution (ob es angesichts der personellen Kontinuitäten tatsächlich eine solche war, steht auf einem anderen Blatt). Am 7. Oktober 1989 gingen mutige Bürger meiner Heimatstadt auf die Straße, um ihr, selbst durch die Verfassung der DDR grundsätzlich verbrieftes Recht auf Meinungsfreiheit massenhaft zu nutzen. An diesem Tag fand die erste, nicht vom kommunistischen SED-Regime geplante und gesteuerte Massendemonstration auf dem Gebiet der DDR statt – einige weitere, weltbewegende sollten folgen. Ich habe das bereits in meiner wissenschaftlichen Dissertation geschrieben: Angesicht der Erfahrung zweier Diktaturen auf deutschem Boden muss daher die Idee, die Verteidigung der Freiheit in staatliche Obhut zu geben, erstaunen.

Meine Eltern waren, nicht zuletzt aufgrund der totalitären Unterdrückung der Meinungsfreiheit in der DDR zu diesem Zeitpunkt mit mir bereits über Ungarn und Österreich in die BRD geflohen. Das bis heute mutige und unbändige Volk der Ungarn hatte sich schon etwas aus den Klauen des Sozialismus gelöst und ließ Bürger der DDR ausreisen. Da wir eine der ersten Familien waren, die in der Nähe des Ortes Deutschkreutz den Spalt im Eisernen Vorhang genutzt hatten, wurden wir von amerikanischen Fernsehjournalisten begleitet.

Nach dem Studium an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit einem Schwerpunkt im Wirtschaftsstrafrecht promovierte ich an meiner Alma mater zum Thema „Volksverhetzung und das Prinzip der Meinungsfreiheit – Strafrechtliche und verfassungsrechtliche Untersuchung des § 130 Abs. 4 StGB“. Das 440 Seiten umfassende Werk ist 2017 im renommierten C.F. Müller Verlag erschienen und wurde in zahlreichen Kommentaren, etwa im Leipziger Kommentar zum Strafgesetzbuch oder im weit verbreiteten StGB-Kommentar von Thomas Fischer, zitiert.

Das Werk ist den mutigen Menschen meiner Geburtsstadt Plauen gewidmet, die am 7. Oktober 1989 für Meinungsfreiheit auf die Straße gegangen sind.

Sowohl mein Studium als auch meine Promotion wurden von der Konrad-Adenauer-Stiftung gefördert. Seit 2010 war ich geschäftsführender wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Informationsrecht und von 2014 bis 2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Strafrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Medienrecht von Prof. Dr. Karsten Altenhain.

2016 kehrte ich in meine sächsische Heimat zurück. Nach meiner Zeit als Richter beim Landgericht Dresden wechselte ich 2018 zur Staatsanwaltschaft Dresden, wo ich zunächst für die Bearbeitung von Delikten der Organisierten Kriminalität und derzeit für den Bereich des Wirtschaftsstrafrechts (vorrangig Betrug, Untreue, Bankrott und Insolvenzverschleppung) zuständig bin.

In der Vergangenheit hatte ich Lehraufträge an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf auf dem Gebiet des Strafrechts sowie der Hochschule Niederrhein im Bereich des Vertragsrechts inne.

Seit Februar 2026 betreibe ich als Wissenschaftler und Privatperson die Seite prinzip-meinungsfreiheit.de, um über meine wissenschaftlichen Thesen zu informieren und zivilgesellschaftlich für den Erhalt der Meinungsfreiheit einzutreten.

Weitere Veröffentlichungen (Auswahl):

„Unternehmensethik durch Strafrecht? – Entwurf eines Verbandsstrafgesetzbuchs: Aufbau, Auswirkungen und Alternativen“, Personalpraxis und Recht 2015, S. 12 – 15

„Aushang des Arbeitgebers anlässlich Arbeitnehmeräußerungen zur Asylkrise“, Personalpraxis und Recht 2015, S. 227 – 229

Vorträge (Auswahl)

Oktober 2014:

Vortrag zum Entwurf eines Unternehmensstrafrechts auf dem 86. Wochenendseminar Arbeitsrecht, Meschede

September 2015:

Vortrag zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (§ 84 Abs. 2 SGB IX) im VEM Sachsenwerk, Dresden

November 2022:

Anhörung im Kontrafunk zur Erweiterung des § 130 StGB durch einen fünften Absatz

Anhörung im Podcast „Einspruch“ der F.A.Z. zur Erweiterung des § 130 StGB durch einen fünften Absatz

November 2025:

Vortrag zum Thema „Volksverhetzung und das Prinzip der Meinungsfreiheit“ auf einer Fortbildungsveranstaltung der Kanzlei Mandic, Baden-Baden